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Ein Spitzmaulnashorn frisst im trockenen Buschland an einem Dornbusch, im Hintergrund Hügel im Abendlicht.

Tierlexikon

Spitzmaulnashorn – Bestand einer Art, die zurückkommt

Auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name

Diceros bicornis

Vom Aussterben bedroht

Kurz erzählt

Drei Zahlen erzählen die Geschichte dieser Art: 37.807, 5.495, 6.788. Die erste stammt aus dem Jahr 1973, die zweite vom Ende des Jahres 2017, die dritte vom Ende des Jahres 2024, veröffentlicht im jüngsten Bericht von 2025. Dazwischen liegt ein Absturz, wie ihn kaum eine andere große Tierart überlebt hat – und eine Erholung, die niemand für selbstverständlich halten sollte. Diese Seite gehört zum Tierlexikon von Whispers of Yerana und trägt zusammen, was über das Spitzmaulnashorn bekannt ist: Bestand, Ursachen des Rückgangs, Gründe der Erholung und der Fall einer Unterart, die es nicht geschafft hat.

6.788 Tiere (Ende 2024)

Bestand steigend

Buschsavanne

Südliches und östliches Afrika

Zum Steckbrief
Ein Spitzmaulnashorn in der Savanne, im Hintergrund Menschen an einer Station

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name
Diceros bicornis
Fortpflanzungsfähige Individuen
3.142 (Stand der IUCN-Bewertung 2020)
Bestand Ende 2024
6.788 Tiere (Bericht 2025)
Schutzstatus (IUCN)
Vom Aussterben bedroht (Critically Endangered), Kriterien A2abd+4abd, Bewertung 2020
Bestand Ende 2017
5.495 Tiere
Referenzwert 1973
37.807 Tiere (drei Generationen zurück)
Rückgang 1960 bis 1995
rund 98 Prozent
Bestandstrend
steigend, seit 2023 um 5,2 Prozent
Verbreitung
südliches und östliches Afrika
Lebensraum
Buschsavanne, Trockenwald, Halbwüste
Wusstest du?
Ausgestorbene Unterart: Westliches Spitzmaulnashorn (D. b. longipes), seit 2011 als ausgestorben geführt

Wie viele Spitzmaulnashörner gibt es noch?

Der jüngste Bericht von 2025 nennt für Ende 2024 6.788 Tiere – gegenüber 2023 ein Zuwachs von 5,2 Prozent. Ende 2017 waren es 5.495. Die Art wächst also, und zwar seit mehreren Jahren.

Das ändert nichts an der Einstufung: Das Spitzmaulnashorn gilt weiterhin als vom Aussterben bedroht (IUCN-Bewertung 2020), der höchsten Gefährdungsstufe vor dem Aussterben in freier Wildbahn. Der Grund liegt in der Systematik der Roten Liste, die den Rückgang über drei Generationen bewertet – und dieser Zeitraum reicht bis 1973 zurück, als noch 37.807 Tiere gezählt wurden. Gemessen daran fehlen bis heute über 80 Prozent des Bestands.

Eine Art kann also gleichzeitig wachsen und in der höchsten Gefährdungsstufe stehen. Das ist kein Widerspruch, sondern der Unterschied zwischen einer Momentaufnahme und einer Entwicklung. Wie die Stufen zustande kommen, steht auf der Seite zu Rote Liste und Artenschutz.

Rote Liste und Artenschutz
Eine Spitzmaulnashorn-Mutter geht mit ihrem Kalb durch trockene Buschsavanne.

Warum steigt die Zahl wieder?

Weil Schutzmaßnahmen wirken, wenn sie lange genug durchgehalten werden. Der Wiederanstieg von 5.495 auf 6.788 Tiere ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer Ansätze, die gleichzeitig greifen:

  • Bewachte Schutzgebiete mit dauerhaft finanzierten Ranger-Einheiten
  • Umsiedlungen einzelner Tiere, um getrennte Bestände genetisch zu verbinden
  • Beteiligung der Menschen vor Ort, die vom Schutz wirtschaftlich profitieren statt darunter zu leiden
  • Nachfrageseitige Arbeit in den Abnehmerländern

Auch die Wilderei selbst geht zurück, wenn auch nicht in allen Schutzgebieten: In Südafrika wurden 2025 über alle Nashornarten hinweg 16 Prozent weniger Tiere gewildert als im Vorjahr.

Diese Entwicklung ist die wichtigste Aussage der ganzen Seite. Artenschutz gilt vielen als aussichtsloses Aufhalten des Unvermeidlichen. Das Spitzmaulnashorn belegt das Gegenteil – und es ist deshalb ein besserer Beleg als jede Appell-Kampagne.

Im Spiel ist genau das der Punkt, an dem sich Arbeit auszahlt: Was in anderen Spielen die Gamification anzeigt – ein Balken, der Fortschritt behauptet –, ist hier die Bestandskurve selbst. Sie reagiert langsam, sie schwankt, und sie steigt erst, wenn mehrere Maßnahmen über mehrere Jahre zusammenwirken.

Alle Arten im Tierlexikon
Zwei Spitzmaulnashörner fressen im Morgenlicht an Dornbüschen in einem Schutzgebiet.

Wo lebt das Spitzmaulnashorn?

Die verbliebenen Bestände leben im südlichen und östlichen Afrika, überwiegend in ausgewiesenen Schutzgebieten. Der bevorzugte Lebensraum ist trockene Buschsavanne mit dichtem Gehölz – anders als das Breitmaulnashorn, das offene Grasflächen beweidet, ist diese Art ein Blattfresser und braucht Büsche und niedrige Bäume.

Diese Bindung an bestimmte Vegetation macht das Tier empfindlich gegenüber Veränderungen der Savanne: Wo Buschland in Weideflächen umgewandelt wird, verschwindet nicht nur Raum, sondern Nahrung.

In Whispers of Yerana siehst du diesen Unterschied direkt im Gelände – wo Buschland endet, endet auch das Revier, unabhängig davon, wie viel Fläche formal geschützt ist.

Savanne
Ein Spitzmaulnashorn zupft mit seiner spitzen Oberlippe Zweige von einem Dornbusch.

Eine Zahl, die man steigen sehen kann

Bestandszahlen liest man normalerweise als Momentaufnahme: so viele Tiere, so viel Gefährdung, fertig. Beim Spitzmaulnashorn ist die Zahl selbst die Geschichte – sie fällt über zwei Jahrzehnte fast bis zum Verschwinden und kommt danach langsam zurück. Im Videospiel lässt sich genau das zeigen, was ein Text nur behaupten kann: dass zwischen einer Maßnahme und ihrer Wirkung Jahre liegen und dass niemand am nächsten Tag ein Ergebnis sieht.

Du lernst spielerisch, in Zeiträumen zu denken, in denen Naturschutz tatsächlich stattfindet. Fachlich beschreibt man diesen Zugang als Game Based Learning – der Lernstoff wird nicht abgefragt, er ergibt sich aus dem Verlauf. Zahlen, Artnamen und Zusammenhänge folgen dem realen Kenntnisstand und sind belegt, samt Erhebungsjahr. Für Schulen, Umweltbildung und Bildungsträger ist das ohne Zusatzmaterial einsetzbar – die Anknüpfungspunkte zu Biologie, Geographie und Umweltbildung stehen auf der Seite für Bildungspartner.

Whispers of Yerana · Das Spiel

Spitzmaulnashörner beobachten, verstehen, schützen – im Spiel

Im dichten Buschland, meist erst in der Dämmerung: Dort begegnet dir das Spitzmaulnashorn in der Savanne, dem zweiten Biom von Whispers of Yerana. Ein Naturschutz-Adventure, in dem du Tiere und ihren Lebensraum nicht nachliest, sondern selbst erkundest – ohne Waffen und ohne Gewalt.

Beobachten ist die Kernmechanik. Das Spitzmaulnashorn hat die höchste Schutzpriorität der Region und ist überwiegend nachts unterwegs – seine Beobachtung verlangt andere Mittel als die Arbeit bei Tag. Wo das Buschland endet, endet auch sein Revier; das siehst du direkt im Gelände. Beim ersten Sichten schaltest du den Lexikon-Eintrag der Art frei; je mehr Zeit du mit ihr verbringst, desto tiefer wird er.

Eingreifen heißt Beweise sichern. Horn ist das profitabelste Ziel der Wilderei in der Savanne, und die Netzwerke dahinter arbeiten organisiert. Du sicherst Spuren, sammelst Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden. Dass zwischen einer Maßnahme und ihrer Wirkung Jahre liegen, zeigt das Spiel so, wie es ist: Ein Bestand erholt sich langsam. Wie die Savanne im Spiel aufgebaut ist, steht auf einer eigenen Seite.

Das Spiel entdecken
Miniaturwelt der Buschsavanne in der Dämmerung: Ein Spitzmaulnashorn frisst mit seiner spitzen Oberlippe an einem Busch, sein Kalb steht dicht daneben.

Gamification · Game Based Learning

Die Welt der Spitzmaulnashörner spielend verstehen

Warum eine Art zugleich wachsen und vom Aussterben bedroht sein kann, weshalb Horn ohne belegte Heilwirkung so hohe Preise erzielt und was Schutz braucht, um über Jahrzehnte zu wirken – das lässt sich nachlesen, bleibt aber besser hängen, wenn man es selbst entdeckt. Genau hier setzt Game Based Learning an: Das Wissen über Spitzmaulnashörner entsteht beim Spielen, nicht neben dem Spiel.

In Whispers of Yerana wird Wissen über Spitzmaulnashörner nicht abgefragt, sondern gebraucht: Wer Verhalten dokumentiert, Gruppen vergleicht oder Bestände schätzt, kommt als Guardian voran – nicht durch Wiederholung, sondern durch gründliches Beobachten. So öffnen sich Fähigkeiten, die von echten Tieren abgeleitet sind, jeweils mit der biologischen Erklärung dazu. Diese Gamification hängt an genau dem, worauf auch die Forschung an wilden Tieren beruht: geduldiges, genaues Hinsehen.

Am Beispiel Spitzmaulnashorn lassen sich Fragen erschließen, die sonst abstrakt bleiben:

  • Biologie: ein Blattfresser im Buschland, der Unterschied zum Breitmaulnashorn
  • Geographie: Schutzgebiete im südlichen und östlichen Afrika, Umsiedlungen zwischen getrennten Beständen
  • Ethik: Nachfrage in fernen Märkten – und die Frage, wer vor Ort vom Schutz profitiert

Zahlen, Artnamen und Zusammenhänge folgen dem realen Kenntnisstand und sind belegt. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt. Für Schulen und Umweltbildung ist das Spiel ohne Zusatzmaterial einsetzbar; die Anknüpfungspunkte stehen auf der Seite für Bildungspartner.

Whispers of Yerana · Shop

Das Spitzmaulnashorn als Motiv

Im Shop von Whispers of Yerana entstehen zu den Arten aus dem Tierlexikon eigene Motive – auf Kleidung und Accessoires, die man im Alltag trägt: Hoodies und T-Shirts, Mützen für die kalte Jahreszeit und Caps. Motive zum Spitzmaulnashorn sind in Vorbereitung. Sie folgen demselben Grundsatz wie die Motive, die es bereits gibt: Das Tier steht im Mittelpunkt, gemalt in den Farben seines Lebensraums, ohne Übertreibung und ohne Klischee.

Das Spitzmaulnashorn ist eine der wenigen Arten des Lexikons, deren Kurve wieder nach oben zeigt. Ein Motiv, das es zeigt, steht für genau das: dass Schutz wirkt, wenn er lange genug durchgehalten wird. Bis dahin findest du im Shop die Motive, die es bereits gibt.

Zum Shop
Hoodie, T-Shirt, Cap und Mütze auf einem Holztisch, bedruckt mit einem Aquarell-Motiv: Spitzmaulnashorn.

Weiterführendes

Weiterführendes zum Spitzmaulnashorn

Quellen

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