Quiz zur Art
Nilpferd-Quiz: Acht Dinge über das Nilpferd, die kaum jemand weiß
Sein Name führt doppelt in die Irre: Mit Pferden ist das Nilpferd nicht verwandt, und am ägyptischen Nil lebt es nicht mehr. Acht Fragen, etwa drei Minuten, jede mit einer kurzen Auflösung. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen, nur etwas zu entdecken.
Vorher nachlesen: Nilpferd im Tierlexikon
Acht Fragen zum Nilpferd
Acht Fragen, etwa drei Minuten. Wähle bei jeder Frage eine Antwort. Die Auflösung erscheint sofort, mit einem Link auf die passende Stelle der Artseite zum Nilpferd. Gespeichert wird nichts.
Frage 1 von 8
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Richtig ist: mit Walen
Die nächsten lebenden Verwandten des Nilpferds außerhalb der eigenen Familie sind die Wale – eine Erkenntnis der molekularen Systematik. Mit Pferden ist die Art nicht verwandt, auch wenn der Name es nahelegt.
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Richtig ist: Nein, dort sind sie längst verschwunden.
Sie wurden dort über Jahrhunderte verdrängt und sind im dicht besiedelten Niltal und im Delta längst verschwunden. Der Name erinnert an ein Verbreitungsgebiet, das es nicht mehr gibt.
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Richtig ist: weil seine Haut an der Luft schnell Feuchtigkeit verliert
Das ist keine Vorliebe, sondern Notwendigkeit: Die Haut verliert an der Luft schnell Feuchtigkeit und ist gegen dauerhafte Sonne schlecht geschützt. Nachts wandern die Tiere an Land und weiden Gräser, teils über mehrere Kilometer.
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Richtig ist: Silizium
Transportiert wird nicht nur Dünger, sondern Silizium – der Grundstoff für die Schalen der Kieselalgen. Kieselalgen stehen am Anfang der Nahrungskette im Wasser; von ihnen hängen Kleinlebewesen und in der Folge Fische ab.
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Richtig ist: rund 0,4 Tonnen
Rund 0,4 Tonnen am Tag, so eine Untersuchung im Fachjournal Science Advances (2019). Damit können Nilpferde einen erheblichen Teil des gesamten Siliziumflusses eines Flusssystems ausmachen.
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Richtig ist: um Weidegründe und Uferzonen, die auch für Landwirtschaft und Siedlungen gebraucht werden
Das Nilpferd braucht beides zusammen: Wasser für den Tag und Weidegründe in erreichbarer Nähe für die Nacht. Genau diese Flächen werden auch für Landwirtschaft und Siedlungen gebraucht – daraus ergibt sich der Konflikt, der die Art heute vor allem bedroht.
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Richtig ist: Die Einstufung beruht auf einem Rückgang um mindestens 30 Prozent über drei Generationen.
Bewertet wurde ein Zeitfenster, das beobachtete Verluste und den erwarteten weiteren Verlauf zusammenfasst (IUCN, Bewertung 2016). Der stabile Trend beschreibt den Zustand heute, die Einstufung die Entwicklung, die aus den Ursachen folgt. Der Bestand liegt bei rund 115.000 bis 130.000 Tieren.
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Richtig ist: legal, erfasst in den Handelsaufzeichnungen nach CITES
Die Eckzähne bestehen aus Elfenbein. Je stärker der Handel mit Elefanten-Elfenbein eingeschränkt wird, desto attraktiver wird das Material aus Nilpferdzähnen. Die mehr als 770.000 Kilogramm seit 1975 wurden nach einer Auswertung von 2017 legal gehandelt – nicht jeder schädliche Handel ist illegal.
Herzlichen Glückwunsch – du hast das Nilpferd-Quiz geschafft!
Erzähl es weiter: Wusstest du, dass das Nilpferd näher mit Walen verwandt ist als mit Pferden? Teste dich selbst im Nilpferd-Quiz.

Nach dem Quiz
Nilpferd-Fakten: Was hinter den Quizfragen steckt
Alle Antworten im Nilpferd-Quiz stammen aus dem Porträt des Nilpferds im Tierlexikon und aus dessen Quellen, vor allem der Roten Liste der IUCN und Fachartikeln zur Rolle der Art im Fluss und zum Handel mit ihren Zähnen. Hier stehen die wichtigsten Nilpferd-Fakten noch einmal im Zusammenhang – für alle, die nach dem Quiz weiterlesen oder eine Angabe nachschlagen wollen.
- Schutzstatus: Das Nilpferd (Hippopotamus amphibius) gilt als gefährdet (Vulnerable), Kriterium A4acd (IUCN Rote Liste, Bewertung 2016, veröffentlicht 2017). Grundlage ist ein Rückgang um mindestens 30 Prozent über drei Generationen, rund 30 Jahre; den aktuellen Trend führt die Rote Liste als stabil.
- Bestand: rund 115.000 bis 130.000 Tiere in Flüssen und Seen Afrikas südlich der Sahara (IUCN, Bewertung 2016).
- Verwandtschaft: Die nächsten lebenden Verwandten außerhalb der eigenen Familie sind die Wale, nicht die Pferde (Nikaido u. a., PNAS 1999). Nilpferd und Flusspferd sind zwei Namen für dasselbe Tier.
- Tag im Wasser, Nacht an Land: Tagsüber schützt das Wasser die Haut, die an der Luft schnell Feuchtigkeit verliert; nachts weiden die Tiere an Land, teils über mehrere Kilometer. Wasser und Weide müssen zusammenkommen.
- Siliziumpumpe: Eine untersuchte Population trägt rund 0,4 Tonnen Silizium pro Tag ins Gewässer, den Baustoff der Kieselalgen am Anfang der Nahrungskette im Wasser (Schoelynck u. a., Science Advances 2019).
- Handel mit den Eckzähnen: Sie bestehen aus Elfenbein. Seit Beginn der CITES-Handelsaufzeichnungen 1975 wurden mehr als 770.000 Kilogramm Nilpferdzähne legal gehandelt (Andersson und Gibson 2017).
Ausführlich und mit allen Quellen steht das im Porträt des Nilpferds im Tierlexikon.
Häufige Fragen zum Nilpferd-Quiz
Woher stammen die Antworten im Nilpferd-Quiz?
Aus dem Porträt des Nilpferds im Tierlexikon von Whispers of Yerana. Dessen Angaben folgen der Roten Liste der IUCN (Bewertung 2016, veröffentlicht 2017) und Fachartikeln, etwa zum Siliziumtransport in Flüssen, zum Handel mit Nilpferdzähnen und zur Verwandtschaft mit den Walen. Nach jeder Antwort im Quiz führt ein Link genau zu dem Abschnitt, in dem die Angabe steht.
Muss ich mich für das Quiz anmelden?
Nein. Das Quiz läuft direkt auf dieser Seite, ohne Anmeldung, und speichert nichts – weder deine Antworten noch dein Ergebnis. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen.
Wie viele Nilpferde gibt es noch?
Nach der Roten Liste der IUCN rund 115.000 bis 130.000 Tiere (Bewertung 2016), verbreitet in Flüssen und Seen Afrikas südlich der Sahara. Den aktuellen Trend führt die IUCN als stabil, mit erheblichen regionalen Unterschieden.
Ist das Nilpferd vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste führt das Nilpferd als gefährdet (Vulnerable). Die Einstufung stützt sich auf einen Rückgang um mindestens 30 Prozent über drei Generationen. Ursachen sind der Verlust von Uferzonen und Weidegründen, die Jagd auf Fleisch und Fett und der Handel mit den Eckzähnen.
Warum sind Nilpferde tagsüber im Wasser?
Weil ihre Haut an der Luft schnell Feuchtigkeit verliert und gegen dauerhafte Sonneneinstrahlung schlecht geschützt ist. Nachts wandern sie an Land und weiden, teils über mehrere Kilometer – deshalb braucht die Art Wasser und Weidegründe in erreichbarer Nähe.
Whispers of Yerana · Das Spiel
Einem Nilpferd in die Nacht folgen statt eine Antwort ankreuzen
Dass Nilpferde nachts an Land fressen und tagsüber Nährstoffe in den Fluss tragen, ist im Quiz eine Antwort unter dreien. In der offenen Spielwelt von Whispers of Yerana siehst du, was daraus folgt: Ein Fluss ohne Nilpferde sieht anders aus – nicht sofort, aber über die Jahreszeiten hinweg, an der Vegetation der Ufer und am Fischbestand. Du erlebst das in der Savanne, dem zweiten Biom des Spiels, ohne Waffen und ohne Gewalt.
Beobachten ist die Kernmechanik. Der Tag im Wasser und die Nacht an Land führen dich zu Missionen an Wasserlöchern und in die Nacht, wenn die Tiere zum Weiden an Land gehen. Beim ersten Sichten wird der Lexikon-Eintrag zum Nilpferd freigeschaltet, und je mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto ausführlicher wird er.
Eingreifen heißt Beweise sichern. In der Savanne arbeitet die Wilderei offen und organisiert. Du verfolgst die Kette von einer Uferstelle, an der Tiere fehlen, bis zu der Frage, was dort gehandelt wird, sicherst Spuren und Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden.

Gamification · Game Based Learning
Nilpferd-Quiz und Game Based Learning: wenn ein Tagesablauf einen Fluss verändert
Dass ein Pflanzenfresser, der nachts an Land weidet, ganze Flusssysteme mit Silizium versorgt, lässt sich in einer Quizfrage abfragen und in einer kurzen Auflösung erklären – verstehen lässt es sich besser, wenn man es selbst entdeckt. Deshalb führt jede Auflösung im Quiz zu der Stelle im Tierlexikon, an der der Zusammenhang ausführlich steht.
Das Spiel selbst fragt kein Wissen ab. Im Sinne von Game Based Learning entsteht es dort beim Spielen: Wer den Wechsel zwischen Wasser und Weide über mehrere Jahreszeiten verfolgt, sieht, wie aus einer Gewohnheit eine Wirkung auf ein ganzes Gewässer wird. Die Gamification des Spiels belohnt geduldiges, genaues Hinsehen, nicht schnelles Antworten.
In der Umweltbildung lässt sich beides verbinden: das Quiz als Einstieg, die Vertiefung im Tierlexikon oder im Spiel. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt; Anknüpfungspunkte für Schulen stehen auf der Seite für Bildungspartner.
Weiterführendes
Quellen und Weiterlesen zum Nilpferd-Quiz
Quellen
- IUCN Rote Liste: Hippopotamus amphibius (Bewertung 2016, veröffentlicht 2017) – Schutzstatus, Bestand, Bestandstrend, Bedrohungen
- Schoelynck, J. u. a.: Hippos (Hippopotamus amphibius): The animal silicon pump. Science Advances 5 (2019). doi.org/10.1126/sciadv.aav0395
- Andersson, A., Gibson, L.: Missing teeth: Discordances in the trade of hippo ivory between Africa and Hong Kong. African Journal of Ecology (2017). doi.org/10.1111/aje.12441
- Universität Hongkong: Pressemitteilung zur Studie – Handelsmengen seit 1975 (2017)
- Nikaido, M., Rooney, A. P., Okada, N.: Phylogenetic relationships among cetartiodactyls based on insertions of short and long interspersed elements: Hippopotamuses are the closest extant relatives of whales. PNAS 96, 10261–10266 (1999). doi.org/10.1073/pnas.96.18.10261
Weiterlesen
- Nilpferd im Tierlexikon – das ausführliche Porträt mit allen Angaben
- Alle Quiz im Überblick – weitere Arten aus Afrika
- Elefanten-Quiz – acht Fragen zu einem weiteren großen Pflanzenfresser, der seinen Lebensraum formt
- Savanne als Ökosystem – Wasserstellen, Weidefolge, Jahreslauf
- Rote Liste und Artenschutz – was die Einstufungen bedeuten
