Whispers of Yerana – zur Startseite

Quiz zur Art

Gorilla-Quiz: Acht Dinge über Gorillas, die kaum jemand weiß

Wer beim Gorilla an Jagd als größte Gefahr denkt, liegt nur zur Hälfte richtig: In Schutzgebieten, in denen kaum gejagt wurde, starben drei Viertel der Tiere an einer Seuche. Acht Fragen, etwa drei Minuten, jede mit einer kurzen Auflösung. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen, nur etwas zu entdecken.

Vorher nachlesen: Gorilla im Tierlexikon
Eine Familie Westlicher Flachlandgorillas sitzt am Rand einer sumpfigen Waldlichtung im Kongobecken, Nebel im Hintergrund.

Expedition · fünf Stationen

Expedition Gorilla: fünf Stationen durch den Regenwald

Folge dem Pfad durch den Regenwald. An der zweiten Station wartet das Quiz: acht Fragen, jede mit einer kurzen Auflösung und einem Link zur Artseite. Ohne Konto wird nichts gespeichert.

Frage 1 von 8

  1. Ein Silberrücken steht aufrecht am Rand einer Waldlichtung und trommelt mit hohlen Händen auf die Brust.
    Frage 1 von 8 Was bedeutet es, wenn ein Gorilla auf seine Brust trommelt?

    Richtig ist: Er signalisiert, dass er einer Auseinandersetzung aus dem Weg gehen will.

    Das Brusttrommeln ist ein Signal, um Auseinandersetzungen zu vermeiden – nicht ihr Beginn. Der Gorilla gilt als bedrohlich, ist aber ein zurückhaltender Pflanzenfresser.

    Mehr dazu auf der Artseite

  2. Ein Gorilla im dichten Grün des Regenwalds.
    Frage 2 von 8 Wovon ernähren sich Gorillas überwiegend?

    Richtig ist: von Blättern, Stängeln, Mark und Früchten

    Gorillas sind Pflanzenfresser und leben in Gruppen um einen ausgewachsenen Silberrücken. Schimpansen fressen dagegen mehr Früchte und leben in wechselnden Untergruppen ohne festen Verband.

    Mehr dazu auf der Artseite

  3. Ein Berggorilla mit langem, dichtem Fell sitzt im nebligen Bergwald zwischen Moos und Bambus.
    Frage 3 von 8 Zu welcher Art gehört der bekannte Berggorilla?

    Richtig ist: zum Östlichen Gorilla

    Der Berggorilla gehört zum Östlichen Gorilla (Gorilla beringei), einer eigenen Art weiter östlich. Berggorillas sind sehr wenige, aber intensiv betreut, mit zuletzt steigender Tendenz; seit 2018 werden sie eine Stufe niedriger als stark gefährdet geführt. Beim Westlichen Gorilla ist die Zahl größer, der Trend aber deutlich schlechter.

    Mehr dazu auf der Artseite

  4. Westlicher Gorilla sitzt im dichten Grün des Regenwalds
    Frage 4 von 8 Neben der Jagd hat eine weitere Ursache den Westlichen Gorilla in den letzten Jahrzehnten schwer getroffen – auch in Schutzgebieten. Welche?

    Richtig ist: die Krankheit Ebola

    In sechs Schutzgebieten mit geringem Jagddruck starben zwischen 1995 und 2000 rund drei Viertel der dort lebenden Tiere – obwohl der Wald stand und kaum gejagt wurde. Menschenaffen sind für dieselben Erreger empfänglich wie wir; Kontakt zwischen Menschen und Beständen ist deshalb in beide Richtungen ein Risiko.

    Mehr dazu auf der Artseite

  5. Ein Gorilla links und ein Okapi rechts im Dunst des Regenwalds.
    Frage 5 von 8 Die Jagd für den Buschfleischhandel geht trotz erheblicher Anstrengungen weiter. Was begünstigt sie?

    Richtig ist: Wege, die der Holzeinschlag in den Wald schlägt

    Wege, die der Holzeinschlag erschließt, machen die Wälder für die Jagd zugänglich. Dazu verkleinert und zerschneidet der Ausbau industrieller Landwirtschaft die Wälder – drei Ursachen, Krankheit eingeschlossen, wirken zusammen.

    Mehr dazu auf der Artseite

  6. Eine Gorillamutter hält ihr kleines Jungtier an der Brust, im dichten Grün des Regenwalds.
    Frage 6 von 8 Wie lange dauert bei Gorillas eine Generation?

    Richtig ist: rund 22 Jahre

    Rund 22 Jahre. Menschenaffen bekommen wenige Jungtiere in langen Abständen. Ein Bestand, der einbricht, braucht deshalb Jahrzehnte, um sich zu erholen – und nur, wenn er in dieser Zeit nicht bejagt wird.

    Mehr dazu auf der Artseite

  7. Ein Westlicher Gorilla sitzt im dichten Regenwald
    Frage 7 von 8 Mit welchem Rückgang rechnet die IUCN beim Westlichen Gorilla über drei Generationen, von 2005 bis 2071?

    Richtig ist: mit über 80 Prozent

    Mit über 80 Prozent über 66 Jahre. Deshalb führt die Rote Liste der IUCN den Westlichen Gorilla in ihrer Bewertung von 2016 als vom Aussterben bedroht, bei abnehmendem Bestand.

    Mehr dazu auf der Artseite

  8. Bewaldete Hügel im Hochland, am Rand ein kleiner Gorilla.
    Frage 8 von 8 Vom Cross-River-Gorilla gibt es nur noch wenige hundert Tiere, verteilt auf getrennte Teilgruppen. Was hilft ihm am meisten?

    Richtig ist: Waldkorridore, die die Teilgruppen wieder verbinden

    Die Teilgruppen standen früher in Austausch und tragen heute Anzeichen von Inzucht. Bei so wenigen Tieren geht es weniger um Fläche als um Verbindung – Waldkorridore zwischen den Teilgruppen sind hier die wirksamste Maßnahme.

    Mehr dazu auf der Artseite

Eine Familie Westlicher Flachlandgorillas sitzt am Rand einer sumpfigen Waldlichtung im Kongobecken, Nebel im Hintergrund.
Feldbuch · Westlicher Gorilla · Gorilla gorilla

Ziel erreicht · alle 8 Fragen

Herzlichen Glückwunsch – du hast das Gorilla-Quiz geschafft!

    Erzähl es weiter: Wusstest du, dass Gorillas auf die Brust trommeln, um Streit zu vermeiden – nicht, um ihn zu beginnen? Teste dich selbst im Gorilla-Quiz.

    Per E-Mail teilen

    Alles über Gorillas Weitere Quiz

    Dichter Regenwald des Kongobeckens: eine Gorillafamilie im Vordergrund, ein Okapi im Dunst, rechts ein mit Baumstämmen beladener Lastwagen auf einer Rodungspiste

    Station 3 · Lebensraum

    Wenn Schutzgebiete allein nicht reichen

    In Schutzgebieten mit stehendem Wald und wenig Jagd brach der Bestand trotzdem ein: Ebola tötete dort zwischen 1995 und 2000 rund drei Viertel der Tiere.

    Miniaturwelt des Regenwalds im Kongobecken: Ein Silberrücken sitzt ruhig auf einer Lichtung, daneben ein Weibchen mit Jungtier auf dem Rücken und ein halbwüchsiger Gorilla beim Fressen von Blättern.

    Station 5 · Im Spiel

    Eine Gorillafamilie kennenlernen

    Im Regenwald, dem dritten Biom des Spiels, lernst du Gruppen mit Silberrücken und eigenen Persönlichkeiten kennen – und merkst, wenn ein Mitglied der Gruppe fehlt.

    Häufige Fragen zum Gorilla-Quiz

    Woher stammen die Antworten im Gorilla-Quiz?

    Aus dem Porträt des Gorillas im Tierlexikon von Whispers of Yerana. Dessen Angaben folgen der Roten Liste der IUCN (Bewertungen 2016 zum Westlichen Gorilla und zum Cross-River-Gorilla) und Fachartikeln, etwa zum Ebola-Ausbruch bei Menschenaffen und zur Genetik des Cross-River-Gorillas. Nach jeder Antwort im Quiz führt ein Link genau zu dem Abschnitt, in dem die Angabe steht.

    Muss ich mich für das Quiz anmelden?

    Nein. Das Quiz läuft direkt auf dieser Seite, ohne Anmeldung. Ohne Konto speichert es nichts – weder deine Antworten noch dein Ergebnis. Wer mindestens 16 ist, kann Stempel und Ergebnis in einem Feldbuch aufheben. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen.

    Wie viele Gorillas gibt es noch?

    Für den Westlichen Gorilla ist die Zahl deutlich größer als beim Berggorilla, der Trend aber deutlich schlechter: Die IUCN rechnet von 2005 bis 2071 mit einem Rückgang um über 80 Prozent. Vom Cross-River-Gorilla, der seltensten Unterart, gibt es nur noch wenige hundert Tiere.

    Der Cross-River-Gorilla im Detail

    Ist der Gorilla vom Aussterben bedroht?

    Ja. Die Rote Liste der IUCN führt den Westlichen Gorilla als vom Aussterben bedroht (Bewertung 2016). Drei Ursachen wirken zusammen: Krankheiten wie Ebola, die Jagd für den Buschfleischhandel und die Umwandlung des Lebensraums.

    Warum der Gorilla bedroht ist

    Warum trommeln Gorillas auf die Brust?

    Um Streit zu vermeiden. Das Brusttrommeln ist ein Signal zur Vermeidung von Auseinandersetzungen, nicht ihr Beginn. Der Gorilla gilt als bedrohlich, ist aber ein zurückhaltender Pflanzenfresser.

    Gorilla und Schimpanse im Vergleich

    Whispers of Yerana · Das Spiel

    Eine Gorillafamilie kennenlernen statt eine Antwort ankreuzen

    Dass ein Gorilla auf die Brust trommelt, um Streit zu vermeiden, ist im Quiz eine Antwort unter dreien. In der offenen Spielwelt von Whispers of Yerana ist es Teil einer Familie, die du kennenlernst: Gruppen mit dominanten Silberrücken und eigenen Persönlichkeiten. Du erkundest den Regenwald, das dritte und schwierigste Biom des Spiels, in dem die Sicht knapp und jeder Weg schwer wird – ohne Waffen und ohne Gewalt.

    Beobachten ist die Kernmechanik. Gorillas haben im Spiel das vielschichtigste Sozialverhalten aller Arten, und du merkst, wenn ein Mitglied der Gruppe fehlt. Beim ersten Sichten wird der Lexikon-Eintrag zum Gorilla freigeschaltet, und je mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto ausführlicher wird er. Eine erkrankte Gruppe ist dabei kein Spielereignis mit Anzeige und Gegenmittel, sondern eine Beobachtung über Wochen.

    Eingreifen heißt Beweise sichern. Buschfleischjagd, Abholzung als Deckmantel und Primatenschmuggel sind im Regenwald miteinander verflochten; das Spiel unterscheidet zwischen Jagd zur Selbstversorgung und kommerziellen Netzwerken. Du sicherst Spuren und Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden.

    Das Spiel entdecken
    Miniaturwelt des Regenwalds im Kongobecken: dichtes Blätterdach, Nebel und ein Fluss, auf einer Lichtung eine Gorillafamilie, ein Okapi und Waldelefanten.

    Gamification · Game Based Learning

    Gorilla-Quiz und Game Based Learning: warum Erholung Jahrzehnte braucht

    Ein Gorillabestand, der nach einem Einbruch nicht einfach nachwächst, ist als Zahl abstrakt: rund 22 Jahre je Generation, Erholung über Jahrzehnte. Ein Quiz kann diesen Zusammenhang abfragen und in einer kurzen Auflösung erklären – verstehen lässt er sich besser, wenn man ihn selbst entdeckt. Deshalb führt jede Auflösung im Quiz zu der Stelle im Tierlexikon, an der er ausführlich steht.

    Das Spiel selbst fragt kein Wissen ab. Im Sinne von Game Based Learning entsteht es dort beim Spielen: Wer eine Gorillagruppe über mehrere Spieljahre begleitet, Verhalten dokumentiert und Gruppen vergleicht, sieht, warum ein Verlust so lange nachwirkt. Die Gamification des Spiels belohnt geduldiges, genaues Hinsehen, nicht schnelles Antworten.

    In der Umweltbildung lässt sich beides verbinden: das Quiz als Einstieg, die Vertiefung im Tierlexikon oder im Spiel. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt; Anknüpfungspunkte für Schulen stehen auf der Seite für Bildungspartner.

    Weiterführendes

    Quellen und Weiterlesen zum Gorilla-Quiz

    Quellen

    • IUCN Rote Liste: Gorilla gorilla (Bewertung 2016) – Schutzstatus, Prognose, Verbreitung, Ursachen
    • IUCN Rote Liste: Gorilla gorilla diehli (Bewertung 2016) – Cross-River-Gorilla
    • Walsh, P. D., Abernethy, K. A., Bermejo, M. u. a.: Catastrophic ape decline in western equatorial Africa. Nature 422, 611–614 (2003). doi.org/10.1038/nature01566
    • Bermejo, M. u. a.: Ebola Outbreak Killed 5000 Gorillas. Science 314, 1564 (2006). doi.org/10.1126/science.1133105
    • Alvarez-Estape, M. u. a.: Past Connectivity but Recent Inbreeding in Cross River Gorillas Determined Using Whole Genomes from Single Hairs. Genes 14, 743 (2023). doi.org/10.3390/genes14030743

    Weiterlesen