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Quiz zur Art

Geparden-Quiz: Acht Dinge über den Gepard, die kaum jemand weiß

Kein Landtier ist schneller – gegen das, was den Gepard tatsächlich bedroht, hilft ihm das nicht. Acht Fragen, etwa drei Minuten, jede mit einer kurzen Auflösung. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen, nur etwas zu entdecken.

Vorher nachlesen: Gepard im Tierlexikon
Ein Gepard sitzt aufrecht auf einem Termitenhügel und blickt über die offene Savanne.

Expedition · fünf Stationen

Expedition Gepard: fünf Stationen durch offenes Land

Folge dem Pfad durch offenes Land. An der zweiten Station wartet das Quiz: acht Fragen, jede mit einer kurzen Auflösung und einem Link zur Artseite. Ohne Konto wird nichts gespeichert.

Frage 1 von 8

  1. Ein Gepard steht klein in einer sehr weiten, offenen Graslandschaft mit flachem Horizont.
    Frage 1 von 8 Wie viel seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets hat der Gepard verloren?

    Richtig ist: rund 91 Prozent

    Nur etwa neun Prozent sind geblieben – und die liegen nicht am Stück, sondern in Teilen. Ein Tier, das weite, offene Flächen braucht, verliert mit jedem Zaun und jeder Straße mehr als nur die verbaute Fläche.

    Mehr dazu auf der Artseite

  2. Ein Gepard sitzt aufrecht im hohen Gras der Steppe
    Frage 2 von 8 Wie viele fortpflanzungsfähige Geparde leben nach Schätzung der IUCN noch weltweit?

    Richtig ist: rund 6.500

    Rund 6.500, verteilt auf 33 voneinander getrennte Populationen (IUCN, Bewertung 2021, veröffentlicht 2022). Die Hälfte aller Tiere lebt in einem zusammenhängenden Gebiet über sechs Länder im südlichen Afrika: Angola, Botswana, Mosambik, Namibia, Südafrika und Sambia.

    Mehr dazu auf der Artseite

  3. Eine Gepardin liegt mit drei jungen Geparden mit hellem Nackenfell im hohen, goldenen Gras.
    Frage 3 von 8 Warum sind sich alle heute lebenden Geparde genetisch so ähnlich?

    Richtig ist: Weil die Art vor etwa 10.000 bis 12.000 Jahren durch einen genetischen Engpass ging.

    Gegen Ende der letzten Eiszeit schrumpfte der Bestand so stark, dass alle heutigen Geparde von diesem kleinen Rest abstammen. Die geringe genetische Vielfalt erhöht die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und kann zu Fortpflanzungsproblemen führen – eine schmale genetische Basis verkraftet Rückschläge schlechter.

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  4. Ein Gepard mit hellem Fell steht an einem felsigen Hang in einer Halbwüste.
    Frage 4 von 8 Gibt es Geparde auch außerhalb Afrikas?

    Richtig ist: Ja, eine sehr kleine Population der asiatischen Unterart im Iran.

    Die asiatische Unterart (Acinonyx jubatus venaticus) wird gesondert geführt und gilt als vom Aussterben bedroht. Von ihr existiert nur noch eine sehr kleine Population im Iran.

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  5. Ein Gepard liegt ruhig im Gras an einem Zaun.
    Frage 5 von 8 Warum gerät der Gepard besonders oft in Konflikt mit Menschen, die Nutztiere halten?

    Richtig ist: Weil er große Reviere durchstreift und dabei regelmäßig auf Weideland trifft.

    Raubkatzen in der Nähe von Nutztieren werden als Bedrohung wahrgenommen und verfolgt. Diese direkte Verfolgung ist eine der Ursachen seiner Gefährdung.

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  6. Ein Gepard durchquert das offene Grasland, im Hintergrund Erdmännchen auf einem Hügel
    Frage 6 von 8 Wie stark soll der weltweite Gepardenbestand von 2017 bis 2032 weiter schrumpfen?

    Richtig ist: um etwa 37 Prozent

    Prognostiziert ist ein weiterer Rückgang um etwa 37 Prozent, mit einer Unsicherheitsspanne von 21 bis 51 Prozent. Der Rückgang ist nicht neu – um 1900 lebten Schätzungen zufolge noch rund 100.000 Geparde –, aber er hält an.

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  7. Offenes Grasland der ostafrikanischen Steppe: ein Gepard, Erdmännchen auf einem Hügel und große Laufvögel.
    Frage 7 von 8 Die Rote Liste führt den Gepard „nur“ als gefährdet, eine Stufe unter „stark gefährdet“. Warum?

    Richtig ist: Weil die Kategorien vor allem messen, wie schnell eine Art schrumpft und wie zersplittert sie ist.

    Die Kategorien fragen nicht in erster Linie, wie selten eine Art ist, sondern wie schnell sie schrumpft und wie stark ihr Bestand zersplittert ist. Die Einstufung des Gepards ist fachlich umstritten: Eine 2016 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass er hochgestuft werden müsste.

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  8. Wenige Tiere stehen im trockenen, kargen Offenland der Karoo.
    Frage 8 von 8 Auch dort, wo die offene Landschaft noch steht, kann dem Gepard die Grundlage fehlen. Warum?

    Richtig ist: weil Antilopen und Gazellen seltener werden

    Wo Antilopen und Gazellen seltener werden, bricht seine Nahrungsgrundlage weg – auch dort, wo der Lebensraum selbst noch steht. Zusammen mit dem Verlust offener Flächen und der Verfolgung in der Nähe von Nutztieren ist das eine der drei Ursachen seiner Gefährdung; keine davon lässt sich durch Schnelligkeit ausgleichen.

    Mehr dazu auf der Artseite

Ein Gepard sitzt aufrecht auf einem Termitenhügel und blickt über die offene Savanne.
Feldbuch · Gepard · Acinonyx jubatus

Ziel erreicht · alle 8 Fragen

Herzlichen Glückwunsch – du hast das Geparden-Quiz geschafft!

    Erzähl es weiter: Wusstest du, dass das schnellste Landtier rund 91 Prozent seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets verloren hat? Teste dich selbst im Geparden-Quiz.

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    Alles über den Gepard Weitere Quiz

    Ein Gepard steht klein in einer sehr weiten, offenen Graslandschaft mit flachem Horizont.

    Station 3 · Lebensraum

    Lebensraum in Stücken

    Der Gepard hat rund 91 Prozent seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets verloren. Was übrig ist, liegt nicht am Stück, sondern verteilt auf offene Savanne, Grasland und Halbwüste.

    Miniaturwelt der Steppe: Ein Gepard sitzt auf einem Termitenhügel und blickt über weites Grasland.

    Station 5 · Im Spiel

    Den Raum eines Gepards ablaufen

    Im Spiel läufst du die verbliebenen Stücke ab und siehst, wie weit ein einzelnes Tier zieht, wo es auf Zäune trifft und wo Weideland beginnt.

    Häufige Fragen zum Geparden-Quiz

    Woher stammen die Antworten im Geparden-Quiz?

    Aus dem Porträt des Gepards im Tierlexikon von Whispers of Yerana. Dessen Angaben folgen der Roten Liste der IUCN (Bewertung 2021, veröffentlicht 2022) und Fachartikeln, etwa zum weltweiten Rückgang der Art und zum genetischen Engpass am Ende der letzten Eiszeit. Nach jeder Antwort im Quiz führt ein Link genau zu dem Abschnitt, in dem die Angabe steht.

    Muss ich mich für das Quiz anmelden?

    Nein. Das Quiz läuft direkt auf dieser Seite, ohne Anmeldung. Ohne Konto speichert es nichts – weder deine Antworten noch dein Ergebnis. Wer mindestens 16 ist, kann Stempel und Ergebnis in einem Feldbuch aufheben. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen.

    Wie viele Geparde gibt es noch?

    Nach Schätzung der IUCN rund 6.500 fortpflanzungsfähige Tiere, verteilt auf 33 getrennte Populationen. Um 1900 waren es schätzungsweise noch rund 100.000, und für 2017 bis 2032 wird ein weiterer Rückgang um etwa 37 Prozent erwartet.

    Bestand und Verbreitung im Detail

    Ist der Gepard vom Aussterben bedroht?

    Die Art als Ganzes steht auf der Roten Liste als gefährdet (Vulnerable), eine Stufe unter „stark gefährdet“; diese Einstufung ist fachlich umstritten. Die asiatische Unterart, von der nur noch eine sehr kleine Population im Iran lebt, gilt dagegen als vom Aussterben bedroht.

    Warum der Gepard „nur“ als gefährdet gilt

    Warum hilft dem Gepard seine Schnelligkeit nicht?

    Weil seine Gefährdung nicht in den Sekunden einer Jagd entsteht, sondern über Jahrzehnte: durch Lebensraumverlust, den Rückgang der Beutetiere und direkte Verfolgung. Keine dieser Ursachen lässt sich durch Schnelligkeit ausgleichen.

    Warum der Gepard bedroht ist

    Whispers of Yerana · Das Spiel

    Den Raum eines Gepards ablaufen statt eine Antwort ankreuzen

    Dass dem Gepard rund 91 Prozent seines Gebiets fehlen, ist im Quiz eine Antwort unter dreien. In der offenen Spielwelt von Whispers of Yerana läufst du die verbliebenen Stücke ab: Du siehst, wie weit ein einzelnes Tier zieht, wo es auf Zäune trifft und wo Weideland beginnt. In der Steppe, dem ersten Biom des Spiels, gehört der Gepard zu den ersten Arten, die du beobachtest – ohne Waffen und ohne Gewalt; in der Savanne triffst du auf eine zweite Population mit anderen Herausforderungen.

    Beobachten ist die Kernmechanik. Du verfolgst Territorium und Jungtiere eines Tieres, das weite Räume braucht. Beim ersten Sichten wird der Lexikon-Eintrag zum Gepard freigeschaltet, und je mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto ausführlicher wird er.

    Eingreifen heißt Beweise sichern. In der Steppe greifen Fallenjagd, Vogelhandel und Gepardenschmuggel ineinander, verknüpft mit Armut und Konflikten um Land. Du sicherst Spuren und Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden.

    Das Spiel entdecken
    Miniaturwelt der afrikanischen Steppe: trockenes Grasland mit Termitenhügeln und einem kleinen Wasserloch, dort ein ruhender Gepard, eine Gruppe Erdmännchen, zwei Sträuße, eine Großtrappe und grasende Springböcke.

    Gamification · Game Based Learning

    Geparden-Quiz und Game Based Learning: wenn Gefährdung in der Landschaft liegt

    Dass der Gepard trotz seiner Schnelligkeit bedroht ist, weil ihm zusammenhängender Raum fehlt, lässt sich in einer Quizfrage abfragen und in einer kurzen Auflösung erklären – verstehen lässt es sich besser, wenn man es selbst entdeckt. Deshalb führt jede Auflösung im Quiz zu der Stelle im Tierlexikon, an der der Zusammenhang ausführlich steht.

    Das Spiel selbst fragt kein Wissen ab. Im Sinne von Game Based Learning entsteht es dort beim Spielen: Wer die Stücke des verbliebenen Lebensraums abläuft, sieht, warum sich eine kleine, abgeschnittene Gruppe kaum erholt und warum Verbindung mehr hilft als jede Einzelmaßnahme. Die Gamification des Spiels belohnt geduldiges, genaues Hinsehen, nicht schnelles Antworten.

    In der Umweltbildung lässt sich beides verbinden: das Quiz als Einstieg, die Vertiefung im Tierlexikon oder im Spiel. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt; Anknüpfungspunkte für Schulen stehen auf der Seite für Bildungspartner.

    Weiterführendes

    Quellen und Weiterlesen zum Geparden-Quiz

    Quellen

    • IUCN Rote Liste: Acinonyx jubatus (Bewertung 2021, veröffentlicht 2022) – Schutzstatus, Bestand, Populationen, Arealverlust, Prognose
    • Durant, S. M., Mitchell, N., Groom, R. u. a.: The global decline of cheetah Acinonyx jubatus and what it means for conservation. PNAS 114, 528–533 (2017). doi.org/10.1073/pnas.1611122114
    • Menotti-Raymond, M., O’Brien, S. J.: Dating the genetic bottleneck of the African cheetah. PNAS 90, 3172–3176 (1993). doi.org/10.1073/pnas.90.8.3172
    • Marker, L., Grisham, J., Brewer, B.: A Brief History of Cheetah Conservation. In: Cheetahs: Biology and Conservation, Academic Press (2018). doi.org/10.1016/B978-0-12-804088-1.00001-0

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