Quiz zur Art
Erdmännchen-Quiz: Acht Dinge über Erdmännchen, die kaum jemand weiß
Das aufrecht stehende Erdmännchen auf jedem Foto ist nicht neugierig – es hat Dienst, und meist ist es schon satt. Acht Fragen, etwa drei Minuten, jede mit einer kurzen Auflösung. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen, nur etwas zu entdecken.
Vorher nachlesen: Erdmännchen im Tierlexikon
Expedition · fünf Stationen
Expedition Erdmännchen: fünf Stationen durch die Kalahari
Folge dem Pfad durch die Kalahari. An der zweiten Station wartet das Quiz: acht Fragen, jede mit einer kurzen Auflösung und einem Link zur Artseite. Ohne Konto wird nichts gespeichert.

Station 1 · Steckbrief
Das Erdmännchen auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name: Suricata suricatta
- Verbreitung: südliches Afrika – Südafrika, Namibia, Botswana, südliches Angola
- Gewicht: rund 620 bis 950 Gramm, tagaktiv, die Nacht im Bau
Frage 1 von 8
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Richtig ist: zu den Mangusten
Das Erdmännchen ist eine Manguste (Herpestidae) – kein Marder und kein Erdhörnchen, auch wenn es oft dafür gehalten wird. Über kaum eine Art des Tierlexikons ist so viel Falsches im Umlauf.
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Richtig ist: nur ein einziges Paar
In der Regel bekommt nur ein einziges Paar Junge. Alle anderen Tiere – oft zehn bis dreißig, meist mit dem Brutpaar verwandt – ziehen dessen Nachwuchs mit auf. Fachlich heißt das kooperative Aufzucht.
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Richtig ist: in großen Gruppen bekommen sie mehr Nahrung und wachsen schneller
In großen Gruppen bekommen Jungtiere mehr Nahrung, wachsen schneller und haben bessere Aussichten, selbst erwachsen zu werden. Eine kleine Gruppe ist kein kleineres Erdmännchen-Leben, sondern ein schlechteres.
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Richtig ist: eines, das schon satt ist
Wer Wache hält, frisst in dieser Zeit nicht – deshalb übernimmt den Dienst meist ein Tier, das schon satt ist. Die aufgerichtete Haltung hat also nichts mit Neugier zu tun.
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Richtig ist: ob die Gefahr aus der Luft oder vom Boden kommt – und wie dringlich sie ist
Wachposten unterscheiden zwischen Gefahren aus der Luft und am Boden – Greifvögel, Schlangen, Schakale – und geben zusätzlich an, wie dringlich die Lage ist. Die Gruppe reagiert entsprechend: sofort in den Bau oder erst einmal aufmerksam werden.
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Richtig ist: die Entfernung zum nächsten Baueingang
Erdmännchen brauchen ein unterirdisches Bausystem mit mehreren Ausgängen, sonst wäre die Bodenoberfläche für sie unbewohnbar. Bei Gefahr zählt die Entfernung zum nächsten Eingang, nicht die Fluchtgeschwindigkeit.
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Richtig ist: 12 Quadratmeter, für jedes weitere Tier 2 mehr
Das Gutachten sieht die Haltung in Familiengruppen vor und nennt 12 Quadratmeter für ein Paar, mit jedem weiteren Tier 2 Quadratmeter mehr – dazu ein ganzjähriges Außengehege mit beheizbarem Innenbereich. Eine Privatwohnung erfüllt das nie.
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Richtig ist: wie viel Regen fällt
Die IUCN führt das Erdmännchen als nicht gefährdet (Bewertung 2015). Der begrenzende Faktor ist aber der Niederschlag: Bleibt der Regen aus, bricht das Insektenangebot ein, und ganze Gruppen können verloren gehen. Eine Kategorie beschreibt das Risiko des Aussterbens, nicht den Zustand eines Lebensraums.
Ziel erreicht · alle 8 Fragen
Herzlichen Glückwunsch – du hast das Erdmännchen-Quiz geschafft!
Erzähl es weiter: Wusstest du, dass bei Erdmännchen meist ein Tier Wache hält, das schon satt ist? Teste dich selbst im Erdmännchen-Quiz.

Station 3 · Lebensraum
Wo der Regen entscheidet
Erdmännchen leben im trockenen Offenland, in Halbwüste und Kalahari. Bleibt der Regen aus, bricht das Insektenangebot ein, und ganze Gruppen können verloren gehen.

Station 4 · Was hilft
In der Kalahari statt in der Wohnung
Das Erdmännchen steht auf keiner Warnliste. Gruppen kommen trotzdem an ihre Grenzen, wenn der Regen ausbleibt oder die Nachfrage nach lebenden Wildtieren Tiere aus der Natur holt.

Station 5 · Im Spiel
Eine Gruppe bei der Arbeit sehen
In der Steppe, dem ersten Biom des Spiels, sieht ein Erdmännchen auf Wache die Gefahr, bevor du sie siehst. Wer Abstand hält, erlebt eine Gruppe bei der Arbeit statt auf der Flucht.
Nach dem Quiz
Erdmännchen-Fakten: Was hinter den Quizfragen steckt
Alle Antworten im Erdmännchen-Quiz stammen aus dem Porträt des Erdmännchens im Tierlexikon und aus dessen Quellen, vor allem der Roten Liste der IUCN und der Langzeitforschung des Kalahari Meerkat Project. Hier stehen die wichtigsten Erdmännchen-Fakten noch einmal im Zusammenhang – für alle, die nach dem Quiz weiterlesen oder eine Angabe nachschlagen wollen.
- Familie: Das Erdmännchen (Suricata suricatta) ist eine Manguste (Herpestidae) – kein Marder und kein Erdhörnchen.
- Schutzstatus: Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet, der Bestandstrend ist stabil (Bewertung 2015). Sie ist im südlichen Afrika weit verbreitet und kommt in mehreren Schutzgebieten vor.
- Kooperative Aufzucht: In der Regel bekommt nur ein Paar Nachwuchs; die übrigen Tiere der Gruppe, meist 10 bis 30, ziehen ihn mit auf. In großen Gruppen bekommen Jungtiere mehr Nahrung und wachsen schneller (Clutton-Brock u. a. 2001).
- Wachdienst: Wache hält meist ein Tier, das schon satt ist, und das Wachehalten nützt auch dem Einzelnen (Clutton-Brock u. a. 1999). Helfer erhöhen ihre Wacharbeit, sobald Jungtiere mit auf Nahrungssuche gehen (Santema und Clutton-Brock 2013).
- Warnrufe: Wachposten unterscheiden Gefahren aus der Luft und am Boden und geben die Dringlichkeit an (Manser 2001).
- Lebensraum und Regen: Erdmännchen leben im trockenen Offenland des südlichen Afrikas, in Halbwüste und Kalahari. Der begrenzende Faktor ist Niederschlag: Bleibt der Regen aus, bricht das Insektenangebot ein, und ganze Gruppen können verloren gehen (IUCN 2015).
- Kein Heimtier: Das Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums sieht Familiengruppen und mindestens 12 Quadratmeter für ein Paar vor, im ganzjährigen Außengehege (Gutachten vom 7. Mai 2014).
Ausführlich und mit allen Quellen steht das im Porträt des Erdmännchens im Tierlexikon.
Häufige Fragen zum Erdmännchen-Quiz
Woher stammen die Antworten im Erdmännchen-Quiz?
Aus dem Porträt des Erdmännchens im Tierlexikon von Whispers of Yerana. Dessen Angaben folgen der Roten Liste der IUCN (Bewertung 2015), Fachartikeln aus dem Kalahari Meerkat Project zu Wachdienst, Warnrufen und Aufzucht sowie dem Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Haltung von Säugetieren (2014). Nach jeder Antwort im Quiz führt ein Link genau zu dem Abschnitt, in dem die Angabe steht.
Muss ich mich für das Quiz anmelden?
Nein. Das Quiz läuft direkt auf dieser Seite, ohne Anmeldung. Ohne Konto speichert es nichts – weder deine Antworten noch dein Ergebnis. Wer mindestens 16 ist, kann Stempel und Ergebnis in einem Feldbuch aufheben. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen.
Gibt es noch viele Erdmännchen?
Im Ganzen ja: Die Art ist im südlichen Afrika weit verbreitet, von Südafrika über Namibia und Botswana bis in den Süden Angolas, und ihr Bestand gilt als stabil (IUCN, Bewertung 2015). Lokal schwanken die Zahlen aber stark – in Trockenjahren können ganze Gruppen verloren gehen.
Sind Erdmännchen bedroht?
Nein. Die Rote Liste der IUCN führt das Erdmännchen als nicht gefährdet (Bewertung 2015); es sind keine Bedrohungen bekannt, die den Gesamtbestand großflächig einbrechen ließen. Die Einstufung beschreibt das Risiko des Aussterbens – nicht, wie es einer einzelnen Gruppe in einem Jahr ohne Regen geht.
Warum stellen sich Erdmännchen auf die Hinterbeine?
Um Wache zu halten. Das aufgerichtete Tier blickt in den Himmel und über die Fläche, während die Gruppe am Boden nach Nahrung gräbt, und warnt mit Rufen, die Gefahren aus der Luft und am Boden unterscheiden. Meist hält Wache, wer schon satt ist.
Whispers of Yerana · Das Spiel
Eine Gruppe beobachten statt eine Antwort ankreuzen
Dass ein Wachposten zwischen Gefahren aus der Luft und am Boden unterscheidet, ist im Quiz eine Antwort unter dreien. In der offenen Spielwelt von Whispers of Yerana ist es etwas, das du erlebst: Ein Erdmännchen auf Wache sieht Gefahr, bevor du sie siehst. Du erkundest die Steppe, das erste Biom des Spiels, ohne Waffen und ohne Gewalt – als Guardian in offenem Gelände, in dem es kaum Deckung gibt.
Beobachten ist die Kernmechanik. Wer Abstand hält und auf die Wachposten achtet, erlebt eine Gruppe bei der Arbeit statt auf der Flucht. Beim ersten Sichten schaltest du das Profil der Art frei, in Feldaufgaben dokumentierst du Verhalten, zählst und vergleichst. Eine Gruppe, die über eine Trockenzeit zu klein geworden ist, verhält sich anders – kürzere Ausflüge, mehr Zeit am Bau.
Eingreifen heißt Beweise sichern. In der Steppe greifen Fallenjagd, Vogelhandel und Gepardenschmuggel ineinander. Du sicherst Spuren, sammelst Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden. Ob sich ein Gebiet erholt, zeigen auch die Erdmännchen, deren Gruppen auf Veränderungen früh reagieren.

Gamification · Game Based Learning
Erdmännchen-Quiz und Game Based Learning: vom Wissen zum Hinsehen
Ob eine Erdmännchen-Gruppe ein Trockenjahr übersteht, hängt an Regen, Insekten und der Zahl ihrer Helfer. Ein Quiz kann diesen Zusammenhang abfragen und in einer kurzen Auflösung erklären – verstehen lässt er sich besser, wenn man ihn selbst entdeckt. Deshalb führt jede Auflösung im Quiz zu der Stelle im Tierlexikon, an der er ausführlich steht.
Das Spiel selbst fragt kein Wissen ab. Im Sinne von Game Based Learning entsteht es dort beim Spielen: Wer eine Gruppe über mehrere Trockenzeiten begleitet, sieht, wie eng Gruppengröße, Nahrungsangebot und Nachwuchs zusammenhängen. Die Gamification des Spiels belohnt geduldiges, genaues Hinsehen, nicht schnelles Antworten.
In der Umweltbildung lässt sich beides verbinden: das Quiz als Einstieg, die Vertiefung im Tierlexikon oder im Spiel. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt; Anknüpfungspunkte für Schulen stehen auf der Seite für Bildungspartner.
Weiterführendes
Quellen und Weiterlesen zum Erdmännchen-Quiz
Quellen
- IUCN Rote Liste: Suricata suricatta (Bewertung 2015) – Schutzstatus, Verbreitung, Bestandsschwankungen
- Clutton-Brock, T. H., O’Riain, M. J., Brotherton, P. N. M. u. a.: Selfish Sentinels in Cooperative Mammals. Science 284, 1640–1644 (1999). doi.org/10.1126/science.284.5420.1640
- Clutton-Brock, T. H., Russell, A. F., Sharpe, L. L. u. a.: Effects of Helpers on Juvenile Development and Survival in Meerkats. Science 293, 2446–2449 (2001). doi.org/10.1126/science.1061274
- Manser, M. B.: The acoustic structure of suricates’ alarm calls varies with predator type and the level of response urgency. Proceedings of the Royal Society B 268, 2315–2324 (2001). doi.org/10.1098/rspb.2001.1773
- Santema, P., Clutton-Brock, T.: Meerkat helpers increase sentinel behaviour and bipedal vigilance in the presence of pups. Animal Behaviour 85, 655–661 (2013). doi.org/10.1016/j.anbehav.2012.12.029
- Langzeitforschung in der Kalahari seit 1993: Kalahari Meerkat Project
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren (7. Mai 2014) – Haltungsanforderungen
Weiterlesen
- Erdmännchen im Tierlexikon – das ausführliche Porträt mit allen Angaben
- Alle Quiz im Überblick – weitere Arten aus Afrika
- Löwen-Quiz – acht Fragen zum bekanntesten Tier Afrikas
- Steppe als Ökosystem – Trockenland, Klima und der Unterschied zur Savanne
- Rote Liste und Artenschutz – was die Einstufungen bedeuten
