Quiz zur Art
Gorilla-Quiz: Acht Dinge über Gorillas, die kaum jemand weiß
Wer beim Gorilla an Jagd als größte Gefahr denkt, liegt nur zur Hälfte richtig: In Schutzgebieten, in denen kaum gejagt wurde, starben drei Viertel der Tiere an einer Seuche. Acht Fragen, etwa drei Minuten, jede mit einer kurzen Auflösung. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen, nur etwas zu entdecken.
Vorher nachlesen: Gorilla im Tierlexikon
Expedition · fünf Stationen
Expedition Gorilla: fünf Stationen durch den Regenwald
Folge dem Pfad durch den Regenwald. An der zweiten Station wartet das Quiz: acht Fragen, jede mit einer kurzen Auflösung und einem Link zur Artseite. Ohne Konto wird nichts gespeichert.

Station 1 · Steckbrief
Der Westliche Gorilla auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name: Gorilla gorilla
- Verbreitung: westliches Zentralafrika, von Nigeria und Kamerun bis Gabun und zur Republik Kongo
- Lebensraum: tropischer Regenwald, Sumpfwald und Sekundärwald
Frage 1 von 8
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Richtig ist: Er signalisiert, dass er einer Auseinandersetzung aus dem Weg gehen will.
Das Brusttrommeln ist ein Signal, um Auseinandersetzungen zu vermeiden – nicht ihr Beginn. Der Gorilla gilt als bedrohlich, ist aber ein zurückhaltender Pflanzenfresser.
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Richtig ist: von Blättern, Stängeln, Mark und Früchten
Gorillas sind Pflanzenfresser und leben in Gruppen um einen ausgewachsenen Silberrücken. Schimpansen fressen dagegen mehr Früchte und leben in wechselnden Untergruppen ohne festen Verband.
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Richtig ist: zum Östlichen Gorilla
Der Berggorilla gehört zum Östlichen Gorilla (Gorilla beringei), einer eigenen Art weiter östlich. Berggorillas sind sehr wenige, aber intensiv betreut, mit zuletzt steigender Tendenz; seit 2018 werden sie eine Stufe niedriger als stark gefährdet geführt. Beim Westlichen Gorilla ist die Zahl größer, der Trend aber deutlich schlechter.
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Richtig ist: die Krankheit Ebola
In sechs Schutzgebieten mit geringem Jagddruck starben zwischen 1995 und 2000 rund drei Viertel der dort lebenden Tiere – obwohl der Wald stand und kaum gejagt wurde. Menschenaffen sind für dieselben Erreger empfänglich wie wir; Kontakt zwischen Menschen und Beständen ist deshalb in beide Richtungen ein Risiko.
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Richtig ist: Wege, die der Holzeinschlag in den Wald schlägt
Wege, die der Holzeinschlag erschließt, machen die Wälder für die Jagd zugänglich. Dazu verkleinert und zerschneidet der Ausbau industrieller Landwirtschaft die Wälder – drei Ursachen, Krankheit eingeschlossen, wirken zusammen.
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Richtig ist: rund 22 Jahre
Rund 22 Jahre. Menschenaffen bekommen wenige Jungtiere in langen Abständen. Ein Bestand, der einbricht, braucht deshalb Jahrzehnte, um sich zu erholen – und nur, wenn er in dieser Zeit nicht bejagt wird.
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Richtig ist: mit über 80 Prozent
Mit über 80 Prozent über 66 Jahre. Deshalb führt die Rote Liste der IUCN den Westlichen Gorilla in ihrer Bewertung von 2016 als vom Aussterben bedroht, bei abnehmendem Bestand.
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Richtig ist: Waldkorridore, die die Teilgruppen wieder verbinden
Die Teilgruppen standen früher in Austausch und tragen heute Anzeichen von Inzucht. Bei so wenigen Tieren geht es weniger um Fläche als um Verbindung – Waldkorridore zwischen den Teilgruppen sind hier die wirksamste Maßnahme.
Ziel erreicht · alle 8 Fragen
Herzlichen Glückwunsch – du hast das Gorilla-Quiz geschafft!
Erzähl es weiter: Wusstest du, dass Gorillas auf die Brust trommeln, um Streit zu vermeiden – nicht, um ihn zu beginnen? Teste dich selbst im Gorilla-Quiz.

Station 3 · Lebensraum
Wenn Schutzgebiete allein nicht reichen
In Schutzgebieten mit stehendem Wald und wenig Jagd brach der Bestand trotzdem ein: Ebola tötete dort zwischen 1995 und 2000 rund drei Viertel der Tiere.

Station 4 · Was hilft
Wälder wieder verbinden
Was hilft, reicht über eine Grenze auf der Karte hinaus: Beobachtung und Forschung, Abstand zwischen Menschen und Beständen und dort, wo nur noch wenige Tiere leben, Waldkorridore zwischen getrennten Gruppen.

Station 5 · Im Spiel
Eine Gorillafamilie kennenlernen
Im Regenwald, dem dritten Biom des Spiels, lernst du Gruppen mit Silberrücken und eigenen Persönlichkeiten kennen – und merkst, wenn ein Mitglied der Gruppe fehlt.
Nach dem Quiz
Gorilla-Fakten: Was hinter den Quizfragen steckt
Alle Antworten im Gorilla-Quiz stammen aus dem Porträt des Gorillas im Tierlexikon und aus dessen Quellen, vor allem der Roten Liste der IUCN und Fachartikeln zu Ebola und zum Cross-River-Gorilla. Hier stehen die wichtigsten Gorilla-Fakten noch einmal im Zusammenhang – für alle, die nach dem Quiz weiterlesen oder eine Angabe nachschlagen wollen.
- Schutzstatus: Der Westliche Gorilla (Gorilla gorilla) ist vom Aussterben bedroht, der Bestand nimmt ab (IUCN, Bewertung 2016).
- Prognose: Die IUCN rechnet mit einem Rückgang um über 80 Prozent über drei Generationen; bei rund 22 Jahren je Generation reicht der Zeitraum von 2005 bis 2071 (IUCN, Bewertung 2016).
- Ebola: Seit den frühen 1990er Jahren sind an der Grenze zwischen Nordost-Gabun und Nordwest-Kongo zehntausende Gorillas und Schimpansen gestorben; in sechs Schutzgebieten mit geringem Jagddruck starben zwischen 1995 und 2000 rund drei Viertel der Tiere (Walsh u. a. 2003, Bermejo u. a. 2006).
- Weitere Ursachen: Jagd für den Buschfleischhandel, begünstigt durch Wege, die der Holzeinschlag erschließt, und die Umwandlung von Wald durch industrielle Landwirtschaft (IUCN, Bewertung 2016).
- Cross-River-Gorilla: Die seltenste Unterart zählt nur wenige hundert Tiere in getrennten Teilgruppen an der Grenze zwischen Nigeria und Kamerun; die Teilgruppen standen früher in Austausch und zeigen heute Anzeichen von Inzucht (IUCN 2016, Alvarez-Estape u. a. 2023).
- Zwei Arten: Neben dem Westlichen gibt es den Östlichen Gorilla (Gorilla beringei), zu dem der Berggorilla gehört; der Berggorilla wird als Unterart seit 2018 als stark gefährdet geführt.
- Lebensweise: Gorillas leben in Gruppen um einen ausgewachsenen Silberrücken und fressen überwiegend Blätter, Stängel, Mark und Früchte; das Brusttrommeln dient dazu, Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Ausführlich und mit allen Quellen steht das im Porträt des Gorillas im Tierlexikon.
Häufige Fragen zum Gorilla-Quiz
Woher stammen die Antworten im Gorilla-Quiz?
Aus dem Porträt des Gorillas im Tierlexikon von Whispers of Yerana. Dessen Angaben folgen der Roten Liste der IUCN (Bewertungen 2016 zum Westlichen Gorilla und zum Cross-River-Gorilla) und Fachartikeln, etwa zum Ebola-Ausbruch bei Menschenaffen und zur Genetik des Cross-River-Gorillas. Nach jeder Antwort im Quiz führt ein Link genau zu dem Abschnitt, in dem die Angabe steht.
Muss ich mich für das Quiz anmelden?
Nein. Das Quiz läuft direkt auf dieser Seite, ohne Anmeldung. Ohne Konto speichert es nichts – weder deine Antworten noch dein Ergebnis. Wer mindestens 16 ist, kann Stempel und Ergebnis in einem Feldbuch aufheben. Es gibt keine Note und nichts zu gewinnen.
Wie viele Gorillas gibt es noch?
Für den Westlichen Gorilla ist die Zahl deutlich größer als beim Berggorilla, der Trend aber deutlich schlechter: Die IUCN rechnet von 2005 bis 2071 mit einem Rückgang um über 80 Prozent. Vom Cross-River-Gorilla, der seltensten Unterart, gibt es nur noch wenige hundert Tiere.
Ist der Gorilla vom Aussterben bedroht?
Ja. Die Rote Liste der IUCN führt den Westlichen Gorilla als vom Aussterben bedroht (Bewertung 2016). Drei Ursachen wirken zusammen: Krankheiten wie Ebola, die Jagd für den Buschfleischhandel und die Umwandlung des Lebensraums.
Warum trommeln Gorillas auf die Brust?
Um Streit zu vermeiden. Das Brusttrommeln ist ein Signal zur Vermeidung von Auseinandersetzungen, nicht ihr Beginn. Der Gorilla gilt als bedrohlich, ist aber ein zurückhaltender Pflanzenfresser.
Whispers of Yerana · Das Spiel
Eine Gorillafamilie kennenlernen statt eine Antwort ankreuzen
Dass ein Gorilla auf die Brust trommelt, um Streit zu vermeiden, ist im Quiz eine Antwort unter dreien. In der offenen Spielwelt von Whispers of Yerana ist es Teil einer Familie, die du kennenlernst: Gruppen mit dominanten Silberrücken und eigenen Persönlichkeiten. Du erkundest den Regenwald, das dritte und schwierigste Biom des Spiels, in dem die Sicht knapp und jeder Weg schwer wird – ohne Waffen und ohne Gewalt.
Beobachten ist die Kernmechanik. Gorillas haben im Spiel das vielschichtigste Sozialverhalten aller Arten, und du merkst, wenn ein Mitglied der Gruppe fehlt. Beim ersten Sichten wird der Lexikon-Eintrag zum Gorilla freigeschaltet, und je mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto ausführlicher wird er. Eine erkrankte Gruppe ist dabei kein Spielereignis mit Anzeige und Gegenmittel, sondern eine Beobachtung über Wochen.
Eingreifen heißt Beweise sichern. Buschfleischjagd, Abholzung als Deckmantel und Primatenschmuggel sind im Regenwald miteinander verflochten; das Spiel unterscheidet zwischen Jagd zur Selbstversorgung und kommerziellen Netzwerken. Du sicherst Spuren und Beweise und übergibst den Fall an Ranger und Behörden.

Gamification · Game Based Learning
Gorilla-Quiz und Game Based Learning: warum Erholung Jahrzehnte braucht
Ein Gorillabestand, der nach einem Einbruch nicht einfach nachwächst, ist als Zahl abstrakt: rund 22 Jahre je Generation, Erholung über Jahrzehnte. Ein Quiz kann diesen Zusammenhang abfragen und in einer kurzen Auflösung erklären – verstehen lässt er sich besser, wenn man ihn selbst entdeckt. Deshalb führt jede Auflösung im Quiz zu der Stelle im Tierlexikon, an der er ausführlich steht.
Das Spiel selbst fragt kein Wissen ab. Im Sinne von Game Based Learning entsteht es dort beim Spielen: Wer eine Gorillagruppe über mehrere Spieljahre begleitet, Verhalten dokumentiert und Gruppen vergleicht, sieht, warum ein Verlust so lange nachwirkt. Die Gamification des Spiels belohnt geduldiges, genaues Hinsehen, nicht schnelles Antworten.
In der Umweltbildung lässt sich beides verbinden: das Quiz als Einstieg, die Vertiefung im Tierlexikon oder im Spiel. Wie der Ansatz funktioniert, beschreibt die Seite Wie ein Spiel Wissen über bedrohte Arten vermittelt; Anknüpfungspunkte für Schulen stehen auf der Seite für Bildungspartner.
Weiterführendes
Quellen und Weiterlesen zum Gorilla-Quiz
Quellen
- IUCN Rote Liste: Gorilla gorilla (Bewertung 2016) – Schutzstatus, Prognose, Verbreitung, Ursachen
- IUCN Rote Liste: Gorilla gorilla diehli (Bewertung 2016) – Cross-River-Gorilla
- Walsh, P. D., Abernethy, K. A., Bermejo, M. u. a.: Catastrophic ape decline in western equatorial Africa. Nature 422, 611–614 (2003). doi.org/10.1038/nature01566
- Bermejo, M. u. a.: Ebola Outbreak Killed 5000 Gorillas. Science 314, 1564 (2006). doi.org/10.1126/science.1133105
- Alvarez-Estape, M. u. a.: Past Connectivity but Recent Inbreeding in Cross River Gorillas Determined Using Whole Genomes from Single Hairs. Genes 14, 743 (2023). doi.org/10.3390/genes14030743
Weiterlesen
- Gorilla im Tierlexikon – das ausführliche Porträt mit allen Angaben
- Alle Quiz im Überblick – weitere Arten aus Afrika
- Elefanten-Quiz – acht Fragen zu den zwei Arten afrikanischer Elefanten
- Tropischer Regenwald im Kongobecken – Lebensraum des Gorillas
- Rote Liste und Artenschutz – was die Einstufungen bedeuten
