Ökosysteme — Wie sie funktionieren, warum sie zählen
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Steppe — Das offene System
Die ostafrikanische Steppe: Weiträumige Graslandschaften, saisonale Trockenheit, Megafauna-Diversität. Eines der am besten erforschten Ökosysteme der Welt — und trotzdem unter massivem Druck durch Fragmentierung.
Der Gepard ist der Indikator-Organismus: Er braucht zusammenhängende Flächen, die Schutzgebietsgrenzen überschreiten. Sein Rückgang zeigt, bevor das Ökosystem selbst kollabiert.


Savanne — Das produktivste System
Die südafrikanische Savanne beherbergt die höchste Großsäuger-Dichte der Erde. Elefanten als Ökosystem-Ingenieure, Löwen als Reguatoren, Geier als Kadaver-Reiniger — jede Art hat eine Funktion im System.
Wilderei auf Elefanten und Nashörner destabilisiert nicht nur diese Arten — sie zieht das gesamte Nahrungsnetz in Mitleidenschaft.
Kongobecken-Regenwald — Das älteste System
Das Kongobecken ist der zweitgrößte Regenwald der Erde, die wichtigste CO₂-Senke Afrikas und Lebensraum von Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Okapis. Sein Verlust ist nicht lokal — er ist global.
Abholzung für Holzexport und Palmöl verändert das System schneller als Wilderei allein. Und beide Bedrohungen nutzen dieselbe Infrastruktur.

Was Ökosysteme verbindet
Alle drei Ökosysteme teilen eine strukturelle Eigenschaft: Sie brauchen Schlüsselarten. Nicht alle Arten sind gleich wichtig für das Gesamtsystem — manche sind so zentral, dass ihr Verschwinden Kaskadeneffekte auslöst, die das Ökosystem fundamental verändern.
Das Spiel zeigt diese Abhängigkeiten — nicht als Lernmodule, sondern als Spielmechanik. Wenn der Waldelefant verschwindet, verändert sich die Regenwald-Struktur. Wenn der Gepard aus der Steppe verschwindet, ändert sich das Beute-Tier-Verhalten. Diese Dynamiken sind modelliert.
